Moro'sche Karottensuppe

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Mit einem Klick haben Sie das Rezept für die Moro'sche Karottensuppe jederzeit griffbereit.

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Wann hilft die Suppe?

Eine sehr unangenehme Erkrankung beim Hund ist unter anderem, wie beim Menschen auch, ein Magen-Darm-Infekt.

Benannt ist die Suppe nach dem Heidelberger Kinderklinik-Professor Ernst Moro. Sie hat ihren Ursprung somit in der Humanmedizin. Vor über 100 Jahren gelang es Ernst Moro mit Hilfe der Karottensuppe, die Säuglingssterblichkeit auf Grund von Durchfallerkrankungen drastisch zu senken.

Auch unsere Tiere profitieren von diesem Hausmittel.

Zutaten:

  • 500 g geschälte Karotten
  • 1 Liter Wasser
  • 2 g Meer- oder Steinsalz

Zubereitung:

  • Karotten waschen, schälen und klein schneiden
  • Zerkleinerte Karotten mit Wasser mindestens 1 bis 1,5 Stunden köcheln lassen; Wasserstand regelmäßig während der Kochzeit kontrollieren und ggf. nochmals etwas Wasser hinzufügen
  • Karotten mit dem verbleibenden Kochwasser pürieren
  • Anschließend mit abgekochtem Wasser auffüllen, bis die Masse wieder 1 Liter ergibt
  • Zuletzt Salz hinzufügen

Aufbewahrung:

Die Suppe hält sich gut gekühlt etwa zwei Tage und kann auf Vorrat auch problemlos eingefroren werden.

Fütterung:

Bevor mit der Fütterung der Karottensuppe begonnen wird, sollte das Tier 24 Stunden (Jungtiere und Katzen max. 12 Stunden) fasten! Um einer Austrocknung vorzubeugen, ist auf eine geregelte Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Nach dem Fasten kann die Karottensuppe in häufigen, kleinen Portionen gefüttert werden (mind. 3 – 4 mal täglich). Stellt sich Besserung ein, kann mit Schonkost begonnen werden – z. B. abends dann gekochtes, mageres Fleisch dazugeben. Es empfiehlt sich am nächsten Tag ebenfalls nochmal komplett gekocht zu füttern. Je nachdem wie es dem Tier geht, kann noch einen weiteren Tag so gefüttert werden. Anschließend gehen Sie wieder zur gewohnten Fütterung über.

Tipps für Tiere, welche die Suppe pur verschmähen:

Um den Geschmack zu verbessern, kann fettarmes Huhn (inkl. Knochen) oder Rindfleisch (Suppenfleisch) mitgekocht werden. Das Fleisch und die Knochen müssen vor dem Pürieren entfernt werden und sollten nicht mitverfüttert werden – für ganz mäkelige Tiere kann etwas Fleisch mitpüriert werden. Die Knochen dürfen NICHT verfüttert werden!

Wie wirkt die Suppe?

Die Moro-Suppe ist eines der besten Hausmittel gegen bakteriell bedingten Durchfall und eine mögliche Alternative zu Antibiotika. Während des überlangen Kochens lösen sich kleine Zuckermoleküle aus den Karotten, die Oligosaccharide. Sie sind in ihrer Beschaffenheit den Darmrezeptoren so ähnlich, dass Bakterien nicht an der Darmwand, sondern an den Zuckermolekülen andocken und somit, statt sich „einzunisten“, einfach ausgeschieden werden.

Im Falle einer bakteriellen Infektion stellt sich meist innerhalb von 1 – 2 Tagen eine Besserung ein. Sollten die Beschwerden allerdings nicht weniger werden, ist spätestens am 3. Tag ein Tierarzt aufzusuchen! Im Zweifelsfalle stellen Sie Ihr Tier bitte schon früher einem Tierarzt vor!

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Ihr Tier nicht dehydriert (Kontrolle kann z. B. per Hautfaltentest erfolgen). Im Falle einer Dehydrierung, muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden!

 

Da immer wieder das Thema „Moro´sche Karottensuppe“ bei Giardienbefall auftaucht:

Die Karottensuppe ist, wie generell alle Nahrungsmittel, mit vielen Kohlenhydraten, bei Giardienbefall komplett kontraindiziert. Bei Giardien handelt es sich auch nicht um Bakterien (Einsatzgebiet der Suppe), sondern sie zählen zu den Einzellern.